Reisen ist auf einmal nicht mehr so attraktiv wie noch vor ein paar Monaten. Niemand will mehr ins Ausland, nicht mal ich habe großartige Reisepläne. Was ist, wenn man im Ausland festhängt? Ich bin froh über die Gesundheitsversorgung in Deutschland. Was kann ich da in anderen Ländern erwarten? Was also tun als Reiseblogger während der Coronazeit?

Reisepläne adé

Da ich das letzte Jahr ja quasi durchgehend unterwegs war, fand ich es anfangs überhaupt nicht schlimm, nicht verreisen zu dürfen. Ich war sogar ein wenig reisemüde. Unglaublich, aber wahr! 🙂 Trotzdem gab es ab Ostern natürlich Reisepläne. Nach Slowenien sollte es gehen an den Bled-See und nach Florenz. Sowie berufstechnisch im März schon an die Côte d’Azur, danach an die Ostsee entlang durchs Baltikum und Skandinavien bis ans Nordkap. Doch nichts davon konnte stattfinden. Alle Reisen wurden abgesagt.

Da ich auch noch im Tourismus arbeite, trifft mich die derzeitige Situation derzeit doppelt hart. Seit ein paar Wochen dürfen erste Reisen zwar schon wieder angeboten werden, doch fehlen zunehmend noch die Gäste und so fährt alles noch auf Sparflamme. Vielen Menschen ist die Situation einfach noch zu unsicher.

Was bringt meine Zukunft?

Über meine Beschäftigungen im Corona-Alltag habe ich ja bereits geschrieben. Besonders das Thema Zukunftsplanung beschäftigt mich im Moment stark.

Doch soll ich einfach einen Job annehmen und dann wieder abspringen, sobald ich wieder im Tourismus arbeiten kann? Oder ist es einfach auch Zeit für mich, mich nach Alternativen umzusehen? Ist das ein Zeichen, sesshaft zu werden? Ich bezweifle im Moment wirklich, dass sich das Reisen so schnell zur Normalität entwickeln wird.

Ich will jedenfalls nicht einfach irgendeinen Job annehmen. Das habe ich mir damals bei meinem Umbruch vorgenommen, dass ich nur noch Arbeiten machen möchte, wo ich dahinter stehe und die mir Spaß macht. Gut, vielleicht sind mal Dinge dabei, die mich nicht in freudige Ekstase stürzen lassen, aber im Großen und Ganzen sollte es etwas sein, das mich erfüllt.

Doch nicht nur für mich als Reiseblogger bedeutet die Coronazeit eine Veränderung meines Lebens. Bei Dominik von MyTravel-Magazin findet man verschiedene Stories von Reisebloggern, die sich auf die veränderte Situation einstellen müssen.

Da mich Psychologie sehr interessiert, habe ich in letzter Zeit auch vermehrt Blogartikel geschrieben, die quasi die Innenreise ansprechen. Daniel Goleman spricht in seinem Buch „EQ – Emotionale Intelligenz“ hierbei von intrapersonaler Intelligenz. Wie ich finde, ein sehr interessantes Thema. Es geht um Achtsamkeit, Selbsterkenntnis und den „Zugang zu den eigenen Gefühlen und die Fähigkeit, zwischen ihnen zu unterscheiden und sein Verhalten von ihnen leiten zu lassen..“ (Gardner, Frames of Mind)

Ich halte zwar nicht viel davon, alles einem Optimierungswahn zu unterwerfen, aber ein bewusstes Leben zu führen, ist mir wichtig. Und dafür muss man erst einmal wissen, was einem gefällt und warum man manche Dinge tut. Einfach mal sich selbst hinterfragen und dadurch zu einem selbstbestimmteren Leben kommen.

Somit hat die Coronazeit auch für mich als Reiseblogger ein paar Veränderungen gebracht. Es kann also gut sein, dass auch in Zukunft mehr Artikel folgen werden, über ein Thema, wenn ich mal wieder auf ein Thema stoße, das mich interessiert und das ich für wertvoll genug halte, es zu teilen.

Das heißt, mein Blog soll sowohl physische Reisen in andere Länder behandeln und Tipps und Erfahrungen teilen. Aber genauso auch auf eine Innenreise einladen. Ich freue mich, dass du dabei bist.

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