Folegandros: Chora

Folegandros ist eine eher kleinere, nicht so bekannte griechische Insel. Das liegt wohl daran, dass es hier auch keinen eigenen Flughafen gibt, sondern man über Santorini hier rüber kommen muss. Und genau das habe ich als Tagesausflug gemacht.

Dadurch dass es, wie gesagt, nicht so leicht zu erreichen ist, ist Folegandros natürlich nicht so überfüllt wie z.B. Santorini. Ich habe den Ausflug im August unternommen, weil ich einfach mal einen anderen Strand als den schwarzen Vulkansand Santorinis sehen wollte. Und ja, es hat sich gelohnt.

Meine Fortbewegungsmittel

Anfangs hatte ich überlegt, ob ich mir ein Moped nehmen soll, um über die Insel zu düsen und auch entfernte Gegenden abzuklappern. Aber ich muss sagen, das braucht man nicht. Mit den öffentlichen Bussen habe ich auch gefühlt die ganze Insel gesehen.

Hingefahren bin ich mit der billigen Autofähre, die ab Santorini über Ios und Sikinos nach Folegandros fährt. Zurück dann mit der schnellen Superjet – einem Katamaran, der quasi über s Wasser fliegt. Die Hinfahrt kann ich auch wirklich so empfehlen, weil man dann einen traumhaften Blick auch auf die anderen Inseln bekommt. Denn bei der Autofähre kann man auch an der frischen Luft stehen und die Landschaft beobachten. Bei dem Speed Katamaran ist das leider nicht möglich; man sitzt unten im geschlossenen Bereich mit Klimaanlage. Nachdem es aber bei meiner Rückfahrt eh schon dunkel war, war das okay. Zudem wollte ich auch schnellstmöglich wieder zurück, denn am nächsten Tag hat die Arbeit auf Santorini schon wieder gerufen.

Am Hafen selbst erwartet einen direkt der local bus, der einen nach Chora bringt, dem Hauptort auf Folegandros. Dort befindet sich auch ein Busplan, wie man sich auf der Insel weiter fortbewegen kann – u.a. nach Livadi, Agali und Ano Meria. Auch einen Fährabfahrtsplan findet man hier, sodass man z.B. auch die Fahrt auf eine andere Insel planen kann. Vorab hatte ich mich über die Busfahrzeiten wenig informiert, somit konnte ich damit gleich meine Rückfahrt nach Santorini organisieren.

Busplan Folegandros
Busplan Folegandros


Chora – der Hauptort von Folegandros

In Chora selbst sieht es aus wie auf Santorini. Aber gut, die meisten griechischen Inseln ähneln sich ja mit dem blau-weißen Charme. Und ja, es gab kaum Touristen hier. Ich war im August da – also in DEM Touristenmonat überhaupt und ich konnte bequem durch die Gassen schlendern.

Folegandros: Chora
Chora

Es gibt im Zentrum viele süße kleine Lokale, wo man gemütlich unter ein paar Bäumen die Zeit genießen kann.

Chora: z.B. Araxe
Chora: z.B. Araxe

Ein Viertel von Chora ist Kastro, die Burg. Es ist der älteste Teil von Chora und wurde wohl im 13. Jahrhundert von den Venetianern als Schutz vor Piratenüberfällen gebaut. Natürlich wurde dieser Teil an einem steilen Felsen gebaut, sodass die Piraten hier nicht so leicht hinaufgelangen. 200 Meter geht es von hier hinab in die Tiefe. Geht man z.B. den Weg hoch zur Kirche Panagia, kann man von dort einen wunderbaren Blick auf Chora erhaschen. Dieser Platz ist außerdem perfekt geeignet, um den Sonnenuntergang zu genießen. Dieser ist hier nicht weniger beeindruckend als auf Santorini, dafür aber definitiv nicht so touristisch.

Strände auf Folegandros

Nach einem kleinen Dorfspaziergang ging es für mich dann mit dem Bus weiter nach Agali. Von dort aus ist es entweder möglich zum Gafilos oder Agios Nicolaos Strand zu wandern oder auch mit dem Boot über des Aspropournta Strand bis zum Livadakia Strand zu fahren. Dritte Möglichkeit ist am Strand von Agali direkt zu bleiben, wobei dieser aufgrund des geringsten Aufwandes natürlich auch am belebtesten ist.

Ich habe alles ausprobiert und war fasziniert vom klaren schönen Wasser.

Folegandros

Nach einem leckeren Abendessen ging es dann mit dem Katamaran auch wieder Richtung Santorini, da es für mich am nächsten Tag schon wieder in die Arbeit ging. Du kannst aber natürlich auch in einem der Hotels auf Folegandros bleiben und noch mehr von der traumhaften Insel genießen.

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